Prüfung CTK

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Prüfung CTK

Beitrag  Jazz am Di 10 Nov 2015, 11:32

Wir hatten heute bei Frau Gerlach

Waren nur zu Zweit und auch nach knapp 2 Stunden raus. Bericht können wir bis morgen irgendwann abgeben.
Patient 1 Hufabszess:
Allgemeine Untersuchung lässt sie dich alleine und in Ruhe machen, Vorbericht gab es nicht. Nur ne Hufzange und ein Skalpell mit der Ansage machen wir aber gleich erst.

Sehr nette Pflegerin, ist sogar nach vorne gegangen und hat nach dem Alter auf dem Zettel geguckt Wink
Habe dann meine Befunde von der AU mitgeteilt, nichts auffällig aber einfach alles kurz ansprechen.
Verband abgemacht, Pferd musste sediert werden, keine Hufzange mehr
Den Huf und Gelenke beschrieben. Im Bereich des Fesselgelenks eine ggr diffuse Umfangsvermehrung wollte ich sagen.
Habe aber leider gesagt: Im Fesselgelenk, das war nicht ganz so korrektur und sie ist einbisschen draufrumgeritten. Aber nicht schlimm.
Dann einbiscchen zum Hufabszess gequatscht, wie der lat. Name und gibt es unterschiede profunda, superficialis. Eiter für die Besitzer -> für uns exsudat
Behandlung besprochen, der Hufschmied hat derweil den Huf weiter versorgt.

Patient 2 Nasenausfluss
war zum CT da und geht heute wahrscheinlich wieder. Kann ich leider nicht viel zu sagen, außer dass sie nichts gefunden haben und jetzt ne Bu eingeletet ist.

OSCES
Röntgen jeder ein Bild beschreiben
Handschuhe, die andere Kittel
Reverdinnaht, Matratzennaht





Jazz

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Mieke am Di 10 Nov 2015, 14:17

Huhu, danke für deinen Bericht, hast du das Pferd sediert? Oder musstest was dazu sagen? Was haben die genommen ?

LG Mieke

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Nelli am Mi 11 Nov 2015, 11:29

... ich hatte zusammen mit Jazz Prüfung (ihr Bericht siehe oben).
Delling und Brehm lassen die Prüflinge immer um eine Stunde versetzt antreten, wir sollten bei der Gerlach alle um 8 da sein.
Zuerst hat sie die Studentenausweise kontrolliert und uns dann unsere Patienten gezeigt. Danach überließ sie uns die Patienten zur Untersuchung und ging eine halbe Stunde weg. Eine nette Tierpflegerin half beim Handling und anderen Fragen Wink Die Assistenztierärzte der Klinik haben das andere Pferd sediert, und wir wurden in der ganzen Prüfung nichts zu Analgetika/Anästhetika gefragt...
Mein Patient hatte als einzigen Vorbericht Nasenausfluss, und ich sollte neben AU den Kopf untersuchen. ...ich hatte nichts speziell zum Kopf gelernt, aber mein Basiswissen reichte dann trotzdem. Gerlach kam zurück, hat uns nacheinander zu den Patienten befragt, bei mir wollte sie dann mein diagnostisches Vorgehen wissen und Differentialdiagnosen (bakt. U., Zähne/Maul untersuchen, Röntgen, CT etc. -> Sinusitis, Ursache in dem Fall unbekannt -> wahrscheinlich system. AB, sobald BU-Ergebnis da ist).
Danach sollten wir an einem Pferd jeder ein Gelenk zeigen, bzw wo man fühlen kann, ob es gefüllt ist (Hufgelenk, Fesselgelenk).
Als nächstes sind wir in den Röntgenbefundungsraum gegangen und mussten jeder ein Rx-Bild beschreiben (ein Karpalgelenk, und ich den Kopf meines Patienten). Ihr ging es weniger um Erkrankungen als um die generelle Orientierung (dorsal, palmar, rostral, caudal, wie heißen die Gelenke/Knochen, WAS ist verändert?).
Zum Schluss ging es wieder in einen anderen Raum und wir mussten uns "anziehen", einer Handschuhe, einer Kittel. Dann hat sie ein Pferdebein (tot) eingeschnitten und wir sollten nacheinander zwei drei Stiche nähen (Anfangsknoten, Matratzennaht / Reverdinnaht, Endknoten -> genug vom Faden stehen lassen, wegen Fädenziehen!).
Danach sagte sie uns, dass wir bestanden hätten, und dass wir bitte noch einen Bericht schreiben und den im Sektretariat oder beim diensthabenden Tierarzt abgeben sollten (Angaben dafür muss man aus der Krankenakte abschreiben).
Noten gibt es normalerweise am nächsten Tag mittags, da sie viel zu tun hat, vielleicht aber auch erst in zwei Tagen. Was soll's wenn man bestanden hat! Very Happy
Viel Glück und nur die Nerven behalten, Gerlach ist nett (wenn auch nicht "lustig" oder "herzlich") und man kann kaum durchfallen, wenn man sich 4 Tage lang vorbereitet.

Nelli

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Bericht

Beitrag  Nelli am Mi 11 Nov 2015, 11:35

Ich habe in einem alten Dokument von Brehm einen Berichtsvordruck gefunden, da man am Ende der Prüfung immer lässig gesagt bekommt, man solle noch einen Bericht schreiben.
Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, wenn man den Bericht nur ausfüllen muss...
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CTK Bericht.doc Du hast hier nicht die Berechtigung, Dateien runterzuladen.(11 KB) Anzahl der Downloads 72

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Mieke am Mi 11 Nov 2015, 14:21

Hallo ihr Lieben, wir hatten heute Prüfung bei Frau Gerlach, zwei um 8 und zwei um 11, jeweils dieselben zwei Pferde, einem Wallach mit Skrotumwunde (hat wohl eigentlich ne Samenstrangfistel gehabt aber) ich sollte so tun als wäre er vor vier Wochen kastriert worden. Das zweite Pferd war eins aus der Tierernährung, eine Großbaustelle bei der es ihr aber um die Laparotomiewunde am Bauch ging. Bei dem Hodenpferd sollte man nach dem AU (das findet sie toll wenn man den runterbeten kann) die Wunden beschreiben, ich hab mir ne Lampe geben lassen und Handschuhe bekommen, weil die nämlich ziemlich tief war. Ich hab dann erzählt was ich konnte, vermutlich scrotal kastriert, Wundheilung per secundam usw, dass die Wunde nicht schmerzhaft ist und keine Entzündungszeichen zeigt, ihr war wichtig dass ich da meinen Zeigefinger komplett reinstecken konnte, die Wunden also von innen heraus nicht zuheilt....Dann wollte sie noch wissen was man machen kann, war aber mit wunddebridement, Wundpflege, spülen, bewegen ohne genauer nachzuhaken zufrieden. Anschließend mussten wir noch an einem Pferd jeweils die OBS und den Fesselträger palpieren (hieß in dem Fall Bein aufheben, am palmaren Röhrbein die Finger einmal auf den obersten Strang und einmal auf den Untersten "ah, ja ihr Daumen liegt richtig, danke") das hat ungefähr 5 Sekunden pro Person gedauert. Dann Röntgenbild angucken, da wollte soeben wissen, Was für eine Aufnahme, was ist abgebildet, was ist pathologisch, welche Diagnose (in meinem Fall: Oxspring, distale GM mit einzelnen Knochen, zystischer Defekt im Strahlbein, Podotrochlose). Im Pferdebad mussten wir dann einen Faden anhand des Etiketts beschreiben und erklären (was heißt monofil/resorbierbar...) und noch jeder drei Stiche einer vorgegebenen Naht machen. Abschlussbericht zum Patienten "können Sie abgeben wann sie wollen, Hauptsache ich habe ihn morgen"
Frau Gerlach ist ganz lieb und Freundlich, führt das Gespräch eher wie eine lehrreiche Unterhaltung und wird nicht hektisch oder gemein. Ich fand es eine sehr angenehme, machbare Prüfung.

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Jazz am Mi 11 Nov 2015, 15:36

Sry Mieke bin wohl zu spät dran.
Aber vllt für die anderen, ich musste nichts zur Sedation sagen, es war Dagis (TÄ) Pferd und sie hat einfach etwas geholt, als das Pferd aufmuckte.
Aber ich denke allgemein, sollte man vllt eine Sedation, eine Kombi auf Lager haben. Dosierungen habe ich nicht dazu gelernt. Steht eigentlich im Leitfaden vom Brehm dass keine Dosen genannt werden müssen. Er will es aber ja anscheind doch wissen  Crying or Very sad

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Nelli am Sa 14 Nov 2015, 16:42

Frau Gerlach sagt zu Beginn der Prüfung am Patienten nichts zum Ablauf, möchte dann aber, wenn sie nach einer halben Stunde wiederkommt, den kompletten allg. Untersuchungsgang (auch wenn alles im Normbereich ist und irrelevant beim Vorbericht) hören. Danach soll man selbstständig Befunde vortragen, Diagnosen, Differentialdiagnosen, weitere Untersuchungen (Röntgen etc.).
Leider wussten wir das während der Prüfung nicht, sondern haben ihre Nachfragen abgewartet (schlecht!) und dem entsprechend fielen die Noten aus :/
Naja, hoffentlich ergeht es den nächsten Prüflingen dann besser.

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  toni am Sa 14 Nov 2015, 21:02

Leitfaden vom Brehm? Was für ein Leitfaden?
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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Mieke am So 15 Nov 2015, 20:17

es gab vor vielen Jahren mal einen Leitfaden, den hab ich allerdings weder gesehen, noch gelesen vor der Prüfung. ich würde mich darauf konzentrieren, einen guten allg. US zu machen und dann je nachdem Wunden zu beschreiben, symptome zu schildern etc.

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(möglicherweise veralteter) Leitfaden der CTK

Beitrag  Nelli am Mi 18 Nov 2015, 13:09

ohne Gewähr!
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CTK Staatsexamenspruefung_nach_TAppV2006__WS2010_2011.pdf Du hast hier nicht die Berechtigung, Dateien runterzuladen.(157 KB) Anzahl der Downloads 54

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Nadine Rittweger am Do 26 Nov 2015, 19:53

Hallo ihr,
Wir hatten am Montag Prüfung bei Prof.  Brehm.
Es war eigentlich sehr angenehm. Er war nicht schlecht gelaunt oder so. Er bestellt sich alle Studenten eine Stunde versetzt.
Ich hatte einen Koliker. Wir haben erst die Kolik und Op durch gesprochen, dann habe ich allgemein untersucht. Dabei Stande er mir die ganze Zeit im Rücken. Ich fande das sehr verunsichernd. War dadurch auch ein bisschen unstrukturiert. Wie er es findet sagt er nicht..
Dann problemliste erstellen und Behandlung.  Er will immer die lateinischen Begriffen hören. Hatte uim Beispiel augenausfluss gesagt, nein epiphora! Er legt viel Wert auf die Grundlagen. Entzündungsanzeichen usw.
Dann geht's noch ins Pferdebad. Handschuhe anziehen, griffelbein frei präparieren und Sedierung für den vorherigen Patient aufstellen.

Die anderen Patienten waren Phlegmone, Lahmheit und wundheilungsstörung.
Alles in allem war es ok und machbar.
Allerdings: haben wir unseren Noten immer noch nicht. Das ganze ist jetzt 4 Tage her...sehr unbefriedigend!!!

Nadine Rittweger

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  JuliaM am Do 17 Dez 2015, 09:24

Wir hatten Prüfung bei Prof.Brehm. wie schon gesagt,wir sollten immer eine Stunde versetzt erscheinen..dh es geht auch wirklich nur ne Stunde (bei mir zumindest..ich war die letzte und er meinte..haben Sie auch schon hunger?!schauen wir dass wir zum Mittag fertig sind.)
Ich hatte ein Pferd mit operierter Samenstrangfistel.ich sollte allgU machen und mir die Op wunde anschauen, da war ich mit meiner Pflegerin alleine.die mir dann auch auf Nachfragen eine Taschenlampe gebracht hat, sodass ich da hinten überhaupt was sehen konnte...
Irgendwann kam er wieder und dann hab ich ihm den allgemeinen Untersuchungsgang gesagt...erst dachte ich ich kürze das ein bisschen ab.aber dann hatte ich das Gefühl dass er das gerne so hören will wie beim schussi also alles schön runterbeten das findet er gut...
Dann haben wir kurz über Wunden allgemein gesprochen und Kastration usw.und dann setzt er sich noch mit einem hin und stellt ein paar Theoriefragen..was ist eigentlich eine Fistel?was ist ein Abszess? So ganz allgemeine Sachen..Wundauflagen..Verbände..
Dann musste ich noch eine Sedation vorschlagen für meinen Patient mit Dosierung,Nähen Einzelhefte(Frage was gibt's noch für Einzelhefte..sultansche diagonal hefte,donati,uhefte..)
Und dann noch Handschuhe steril abziehen.
Ich sollte dann noch einen Bericht abgeben..Rücküberweisung meines Patienten an den Haustierarzt.

Viel Erfolg euch! Es ist nicht so schlimm. Gut untersuchen ist die halbe Miete :-)

JuliaM

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Prüfung bei Scharner

Beitrag  Anna P. am Di 05 Jan 2016, 15:06

Wir hatten Gestern bei Frau Dr. Scharner Prüfung. Sie war großartig, total relaxt und hat viel mit uns gelacht.

Erster Patient war ein Haflinger 22Jahre mit Olecranon Fraktur. Allgemeine US + Lahmheits US, Röntgenbildbeurteilung, im Bericht wollte sie dann ein spezielles Augenmerk auf mögliche OPs die man machen könnte. War sehr lahm, belastet im stand nicht und ist deutlich lahm im Schritt, konservative Behandlung.
Zweiter Patient war ein Mini-Shetty mit Calcaneus Fraktur und Husten (ist ein Tier aus der Tierernährung und sehr fett). Allgemeie US + Lahmheits US, Röntgenbildbeurteilung. War im Schritt nicht lahm, aber im Trab konnte man es wohl sehen.
Dritter Patient war das Kutschpferd mit der Verletzung am Hals. Allgemeine US + Wunde beschreiben und beurteilen (eitert und blutet noch, eventuell noch ein Fremdkörper drin, sekundäre Wundheilung). geht wahrscheinlich bald heim.
Vierter Patient war ein Jährling mit Kolik-OP. Allgemeine US + Kolik US (ohne Rektalisieren). Bauchwunde beschreiben, Prognose abgeben. Dem Tier ging es gut, hatte aber noch eine deutlich angespannte Bauchdecke. Keine Flexüle mehr. Geht wahrscheinlich bald heim.

OSCEs:
Nahtmaterial + Hände waschen
TPA 1 + OP-Feld Vorbereitung
Besteck auspacken + Tumor an Gliedmaße entfernen
Kittel und Handschuhe anziehen + Hautnaht (eigene Wahl)

Viel Glück
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Anna P.

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Anna P. am Di 05 Jan 2016, 15:11

Folgende weitere Tier sind zur Zeit in der CTK:
- Shetty mit Calcaneus-Fraktur und Husten
- Haflinger Stute mit Olecranon-Fraktur
- Jährlingsstute mit Kolik OP
- Kutschpferd (Stute) mit großflächiger Wunde am Hals (seit 13.12. in der CTK)
- Wallach mit Augenverletzung (genaueres unbekannt)
- Wallach mit Hufgeschwür und bereits therapierten Hämothorax
- Scheckstute mit Kolik (konservativ)
- Stute mit entzündung im Sprunggelenk nach Chip OP
- Stute mit Pfälungsverletzung an der linken Brust (hatte Emphysem, ist jetzt weg)
- Stute mit Nageltritt
- Pferd aus der Futtermittel mit einseitig entfernter Schilddrüse (bin mir nicht sicher ob das überhaupt noch da ist)

neue Tiere, von denen ich nichts weis, können aber trotzdem noch dazu kommen
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Anna P.

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Anne R. am Do 07 Jan 2016, 21:34

Hallo,
erst mal vielen Dank an Anna für den Bericht und die Auflistung der Patienten!! Very Happy
Wir hatten gestern auch Prüfung bei Frau Dr. Scharner.
Auch bei uns war sie sehr nett und die Prüfungsatmosphäre war angenehm. Sie lies uns die Patienten ziehen und dann hatten wir viel Zeit zum Untersuchen.
Mein Patient war die 22 jährige Haflingerstute mit der Olecranonfraktur (Vorstellungsgrund: akute Lahmheit). Als sie dann wieder kam, hab ich noch kurz bisschen zur Anamnese fragen wollen, aber sie konnte mir nicht viel sagen, außer dass das Pferd wohl einen Autounfall hatte. Zum Signalement wollte sie alles sehr ausführlich wissen, also achtet auch auf kleinere Abzeichen und Stichelhaare. Ansonsten hat sie mich den Allgemeinen Untersuchungsgang erzählen lassen, ohne Unterbrechung. Danach hab ich dann noch alles erzählt, was mir zu der betroffenen Gliedmaße aufgefallen ist. Die Umfangsvermehrung und Krepitation im Ellbogengelenk war sehr deutlich. Die Stute entlastete das Bein durch vorstellen. Außerdem hatte sie einen speziellen Rehebeschlag, aber keine Pulsation. Dann hat sie gefragt, was ich jetzt weiter machen würde und ich hab dann Röntgen wegen Frakturverdacht vorgeschlagen. Auf dem Röntgenbild war die Fraktur dann auch deutlich zu sehen. Sie hat mich dann nach Therapiemöglichkeiten gefragt und ich sollte sie als Besitzerin beraten, welche Behandlung ich für dieses Pferd empfehlen würde. Hier wollte sie die konservative Therapie (Boxenruhe und Schmerzmittel) hören, da das Pferd schon sehr alt ist und deshalb auch nicht mehr sportlich einesetzt wird und ohnehin nicht mehr so lange leben wird. Also wäre es unsinnig da noch mal 3000€ in eine Plattenosteosynthese zu investieren. Dann sollte ich ihr noch erklären, wie ich die Plattenosteosynthese durchführen würde (Zug durch Triceps am Knochenfragment muss verhindert werden) und die Risiken bei beiden Therapiemöglichkeiten.
Als OSCE sollte ich ihr erst was über Nahtmaterial erzählen (also sie wollte da nix bestimmtes, hab ihr einfach erzählt was mir einfiel und dann hat sie noch einiges nachgefragt, wie Vor-und Nachteil von polyfil und monofilen Fäden und wann man resorbierbares oder nicht resorbierbares nimmt...) und dann eine TPA 1 durchführen und erklären.
Der andere Patient war das Mini Schetti mit der Calcaneusfraktur und als OSCE: Prinzip einer Zugschraube erklären und Sedation
Die Patienten wurden bei uns zweimal vergeben.
Viel Erfolg für alle, die es noch vor sich haben!

Anne R.

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  NicE. am Mo 11 Jan 2016, 16:49

Heutige Prüfung am 11.01.

Prüfer: Brehm (im Laufe des vormittags bessere Laune gekriegt, am Anfang etwas mürrisch)

Patienten waren: 1. braune Stute 6jährig (Kutschpferd) mit Wunde oberer Halsbereich
2. Shettie Fuchs Wallach mit Calcaneus Fraktur


Fragen zu 1:
-Genese der Osteoarthritis aufgrund geschwollener Fessel
-Entzündungsmediatoren bei Arthritis
-Stadien der Wundheilung
-Anatomische Strukturen Hals und Röhrbeinbereich
-Zahnalter
-Bildung der Synovia


zu 2:
-Blasse Schleimhäute mit Ätiologie
-eine kleine Wunde in der regio glutaea beschreiben
-Hufe beschreiben
-Röntgenbild beschreiben
-Zahnalter (übrigens bei Ponies anders als bei Großpferden aber ohne Info wie genau)


OSCES:
-MPA
-Unterhautnaht
-Einzelhefte (Einstich zum Wundrand so weit wie Haut dick)
-Pferd aus Stall bis zum ersten Schnitt der OP schrittweise beschreiben
-Desinfektionsmittel mit Konzentration und Prozentangaben (Ethanol bei 70% optimale Desinfektion)
-Ketamin mit Dosis (10-12ml circa)


NicE.

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  martina am Do 21 Jan 2016, 09:56

Das Shetlandpony mit der Calcaneusfraktur ist von der Tierernährung und jetzt wohl neues Klinikpferd!! Also wird er wohl noch öfter in der Prüfung dran kommen....
Fraktur ist hinten rechts, im Schritt geht er nicht lahm, im Trab nur ggr. also Grad 2, man sieht im Trab auch nur, dass er im Gegensatz zu hinten  links nicht ganz so weit untertritt...man sieht die Gelenkschwellung nicht, weil er so zottelig ist, aber wenn man vergleichend abtastet fühlt man die ganz deutlich. Keine Pulsation. Ich hab ihn anhand der Zähne auf ca. 10/11 geschätzt, Kunden alle abgerieben, keine Galvanische Rinne, Einbiss (wurde nichts zu gesagt, also denke ich es war ok). Die Fraktur sieht man schön auf der 0° Aufnahme.
Therapie konservativ, weil OP nur wenn eine Verbesserung der Situation möglich ist und der geht ja kaum lahm, also würde eine OP nichts verbessern, außerdem hat die Fraktur keine Gelenkbeteiligung.


Zuletzt von martina am Do 21 Jan 2016, 14:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Susi am Do 21 Jan 2016, 11:56

Hey,
hatten gestern Prüfung bei Dr. Scharner, sie ließ uns in 2 Gruppen um 9 und um halb 11 antreten.
Kurz und knapp gehts zum Patienten, man hat genug Zeit den zu untersuchen. Ich hatte saumäßiges Glück bei völliger Unwissenheit und ein Pferd mit einer Wunde. Hab sehr genau den Allgemeinen Untersuchungsgang gemacht und erzählt (Signalement, Zahnaltersbestimmung, sie nimmt die Hefter nämlich mit), allerdings wollte sie über die Hautoberfläche hinaus dann nichts mehr wissen. Hatte mir das Pferd schonmal vorführen lassen, hatte eine sehr komische Lahmheit die man auch nicht auf Stütz- oder Hangbeinlahmheit festlegen konnte, und wo im vorbeilaufen noch eine sehr nette junge Assistenzärztin draufgekuckt hatte.
Haben den Hengst dann zusammen mit ihr nochmal vorlaufen lassen, dabei hat sie mich in die Richtung geführt, ob ich denn noch was andres sehen würde, und hab dann auch richtig noch eine zweite Lahmheit an der ipsilateralen GM festgemacht. Sollte man auch noch Röntgen und abklären. Wollte wissen, warum man ein Pferd nach Autounfall nicht ablegt (Polytrauma, Schock, man weis gar nicht was es alles für Probleme hat, immer konservativ, höchstens nähen im Stehen) und was ich mit der Wunde machen würde (Wundpflege, Iodlösung,...) Hatte Angst, sie würd mich noch zu Entzündungsstadien etc. fragen, war aber zum Glück unbegründet.
Das wars auch schon am Patienten!
OSCEs MPA machen (liegt alles mögliche an Instrumentarium rum, man sucht sich raus was man braucht) und Penrose Drainage erkennen und was dazu erzählen (Was für Art von Drainage, wo eingesetzt). Sie legt Wert darauf, dass man Tamponade und Drainage nicht durcheinanderschmeißt (ganz andere Zielsetzung).
Am Ende noch der Bericht - haben den gemeinsam in der Mensa geschrieben und dann im Sekretariat bei Frau Baumgärtel (! im Kliniksekretariat funktiniert das nicht, also in das Sekretariat im Gebäude mit dem CTK-Hörsaal gehen, die ist auch viel netter) ausdrucken lassen.

Fazit: eine sehr nette Prüfung, die Scharner ist knapp, aber freundlich, bodenständig, man weis was man an ihr hat. War meine Wunschprüferin!
Mit etwas Glück kann man auch mit nur 3 Tagen lernen eine gute Note ergattern! Smile

Susi

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Scharner 20.01

Beitrag  Katja W. am Do 21 Jan 2016, 14:22

Ich hatte heute mit Susi Prüfung.
War angenehm mit unserer Prüferin.
Wichtig ist, dass man sein Pferd genau untersucht und anständig vorstellen kann. Dann kommen noch ein paar Fragen.
Gleich im Anschluss gehts zu den OSCES. Wir gingen in den OP zum Waschen, steril anziehen und dann sprachen wir Fäden und deren Eigenschaften durch.
Ich hatte leider auch nicht so viel Zeit zum Lernen und trotzdem war es gut machbar.
Viel Erfolg!

Katja W.

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  diemandü am Do 28 Jan 2016, 18:43

Bei uns wurde heute die erste von Frau Scharner und die anderen 3 bei Frau Delling geprüft.

D.h. wir kamen auch stündlich versetzt.
Bei mir lief es so, dass ich ziemlich genau 15min meinen Patienten (2 jähriger hengst, vorberichtlich autounfall [und kein wort mehr]) allein untersucht hab. alles was man zusätzlich benötigt muss man aktiv anfordern (lampe, handschuhe...). danach hab ich signalement und befunde vorgetragen. mein pferd hatte mehrere hautverletzungen, alle rasierte stellen nennen und beschreiben und eine große wunde medial am oberschenkel. alles so genau und ausführlich beschreiben wie möglich! Danach sollte ich das alter der wunden schätzen (sind schon älter, ca. 2-3 wochen meinte sie), woran man es erkennt (Phasen der wundheilung, zuerst grobhöckiges und später glattes granulationsgewebe usw.)
Danach folgte noch die beurteilung in bewegung. aber nur im schritt, da er wohl nicht so super kooperiert. dass er das hinterbein mit der größeren wunde etwas ungern bewegte (verkürzte vorführphase) hab ich gesehen, die ggr. lahmheit vorne links entging mir allerdings. naja...da liegt wohl dummerweise sein größeres problem. er wurde wohl auch schon geröngt (was genau wurde mir nicht gesagt) aber da haben sie nichts gefunden.
ich sollt weder ne anamnese machen, noch haben wir über die therapie gesprochen, weswegen ich mir bei dem bericht auch sehr unsicher war ob ich mir da nun selbst was einfallen lassen soll oder nicht.

als OSCEs musste ich handschuhe steril anziehen und ne hautnaht medial am pferdebein machen

Sie war nett, allerdings gehts bei ihr nach dem motto "was du nicht (rechtzeitig) sagst gilt als nicht gewusst". sie hilft einem also nicht wirklich auf die sprünge sondern erwartet alles auf anhieb.

viel erfolg alles die es noch vor sich haben!

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  miliane am Fr 29 Jan 2016, 09:41

Hallo ich hatte am selben Tag wie Mandy bei Frau Dr. Delling, mein Patient war eine Quarter Horse Stute mit Lahmheit vorne links.

Zunächst hatte ich Zeit das Pferd zu untersuchen. Ihr müsst wirklich alles einfordern und um beispielsweise Hufzange bitten. Dabei dürft ihr sie dann aber als aufhalter für den Huf benutzen. Wink
ich habe dann weiter gesagt Leitungsanästhesien, da teilt sie dann das Ergebnis mit, dann röntgen
dann haben wir unseren Fall quasi unterbrochen und sind zum Osce: MPA sollte alles so machen wie ich denke und erklären
hinterher ging es in den Röntgenraum, dort hab ich dann die Bilder meines Patienten bekommen und sollte diese beurteilen. Da wurde dann mein Fall auch mehr oder weniger aufgelöst, es war nichts zu erkennen, außer Schwellung Hufgelenk und abweichende Zehenachse....dann sollte ich sagen, was man noch machen könnte, da TPA positiv war sagte ich MRT für die TBS und um sicher zu gehen Anästhesie Hufgelenk
ja da sagte sie dann genau das sei jetzt der plan, sie hätten die ursache noch nicht gefunden.
Kurz bericht an den Besitzer schreiben und fertig.

Also es war angenehmer als ich zu beginn dachte und machbar, aber überlegt genau was ihr machen wollt sagt es und begründet es. Wink
Viel Glück noch

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Pfötchen am Fr 29 Jan 2016, 19:24

Hallo ihr Lieben,
wir hatten heute die Ehre mit Frau Delling. Patienten waren: Stute mit Wunden, 2mal den Knapstrubber mit einer Phlegmone und den Hengst mit Wunden
Ich hatte den Hengst, ist noch ziemlich jung ca 2 Jahre alt. Der hat multiple Wunden an allen Glm, die aber fast alle schon komplett verheilt sind. Am Innenschenkel des linken Beins auf Kniehöhe ist aber noch eine große granulierende Wunde.
Am Anfang habe ich allgemein untersucht und mir dabei viel Zeit genommen. Frau Delling ist auch nicht ständig dabei, schaut aber ab und an vorbei und fragt wie´s läuft und ob man schon fertig ist. Nicht stressen lassen! Zusätzlich hab ich mir dann noch die Beine und Hufe besonders angeschaut, Hufe waren glaube ich unnötig aber ich dachte mir: Pferd und Huf ist immer ne gute Idee. Danach habe ich alles, wirklich alles was mir zum Allg Untersuchungsgang einfiel erzählt. Ob das gut war, weiss ich nicht. In der Zeit, in der ich gequatscht habe, konnte mich Frau Delling aber nichts anderes fragen. Die Wunden habe ich auch alle beschrieben mit Ausdehnung, Verlauf und Heilungszustand, weiter Zeit geschunden.
Dann vorlaufen: Ich hab keine Lahmheit gesehen. Das Pferd müsste wohl aber vorn und hinten links lahmen. Frau Delling: "naja sieht man eigentlich, aber von Ihnen naja erwarte ich das nicht unbedingt"^^ Zum Schluss habe ich versucht die Wunde mit Handschuhen zu untersuchen. Das Pferdetier war wenig begeistert und da haben wir das dann gelassen.

Zum Schluss hat sie noch ein paar Fragen gestellt:
Was man sonst noch nach einem Autounfall an Verletzungen erwarten könnte: Blutungen in Körperhöhlen, Pneumothorax, neurolog Probleme, Pferde bekommen wohl keine Blasenruptur...
Welche Medis: Antibiotika initial wegen der großen Wunde, sind jetzt aber abgesetzt und Schmerzmittel, Flunixin und Phenylbutazon haben ihr als Beispiele gereicht
Ob das Pferd jetzt heim kann? : Ja, mit Boxenruhe, weiter Schmerzmedis und Wunde mehrmals täglich mit Leitungswasser abspülen

Mein OSCE bestand darin dass ich erzählen sollten mit welchen Medis ich den Hengst für ein Knieröntgen an der verletzten Stelle sedieren würde. korrekte Antwort: Romifidin und Butorphanol und das war´s dann auch schon. Da hat sich das Zeit schinden bei der AU vielleicht gelohnt.

Alles in allem war´s okay. Dass ich eine Prüfung an einem Pferd, in der CTk, mit Frau Delling als Prüfer bestehe ist an sich aber schon ein kleines Wunder :-)

Pfötchen

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Re: Prüfung CTK

Beitrag  Bianca S. am Fr 12 Feb 2016, 14:03

Hallo,

wir hatten heute Prüfung bei Frau Gittel. Es war eine angenehme Überraschung, da wir stündlich kommen sollten und ich schon mit dem Schlimmsten gerechnet habe...

Mein Pferd war der Fuchs-Wallach mit Wunde am rechten Tarsus. Ich glaube aber er wird demnächst entlassen. Im Prinzip nur allgemeine Untersuchung, recht ausführlich, Verbandkontrolle, dann wurde das Pferd sediert, der Verband abgenommen. Ich sollte nur sagen wie ich das Pferd sedieren würde und dann Wundkontrolle, Beschreibung und wie man weiter verfährt. Reinigung, neuer Verband etc. Dann noch steril waschen und anziehen und das wars dann auch schon. Dann noch Bericht schreiben, man kann ihr aber vorher entlocken, ob man bestanden hat.

Es war wirklich eine sehr nette und angenehme letzte Prüfung. Smile Viel Erfolg allen, die noch ran müssen!

Bianca S.

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