Prüfungsberichte

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  Peda am Fr 27 Nov 2015, 15:20

Prüfung heute, beim Lücker
wie gehabt HV, VV, Geschlinge und MDT Schwein, zugelost.
dann geht er rum, will so ein paar sachen wissen, bei mir (HV) hab ich bspw. gesagt, auffällig wäre die Schwanzspitzennekrose, hab dann noch ein paar sachen zur herrichtung gesagt, das reichte ihm dann, dann wollte er von mir nur noch hören, dass es ein Verdachtsfall wäre und dann hatte ich zeit in ruhe meine lymphknoten zu suchen.
wichtig dabei ist ihm, beim popliteus sup. bspw., dass dieser nicht auf einer linie mit fersenhöcker und schwanzwurzel liegt, also leicht lat. von dieser gedachten linie, sondern man sich eine linie von der pfote bis zur schwanzwurzel denkt (was für mich aufs selbe hinausläuft) und auf dieser linie dann lat. am tiefsten punkt schneidet
die lymphknoten die dann noch vorhanden waren, sind wir dann zusammen durch, haben teilweise noch die korrekte anatomische lage (wieder popliteus zw. m. biceps femoris und m. semitendinosus) besprochen und wie man nun weiter verfahren sollte. er sagte zu beginn der prfg, bzgl. WU müsste man ihn um infos fragen, hab ich dann getan, dann sagte er, die AFAs hätten geschlinge und mdt schon verworfen, die andere TK hälfte wäre unauffällig bis auf lymphadenitis simplex vom cerv. sup. dors. und dem ileofemoralis ohne generalisierung. wie ich nun verfahren würde, gut, hab dann gesagt BU, um abzuklären, ob der TK dann noch als taugl. klassifiziert werden könnten. dann sagte er mir, es wären grampositive obligat anaerobe stäbchen nachgewiesen worden. daraufhin habe ich aufgrund der gesetzlichen lage den TK für und die NPdS als untauglich klassifiziert. das passte ihm auch, aber es gäbe dafür keine gesetzliche grundlage, man würde sich bzgl. dieser thematik noch an die alte FlHV anlehnen. hab ich dann so hingenommen
ach ja, sagte ihm vorher noch, dass beide Lnn. ja Bu Ln wären, falsch sagte er, NUR der iliofemoralis. Also wenn er euch fragt, sagt ihm das so. seine meinung weicht zwar vom gelernten ab, aber naja
ganz zum schluss dann, als ich auch meine SU und FU schon zu papier gebracht hatte (dazu unten mehr) kam er dann noch mit der beliebten specialfrage zum clostridiennachweis, hatte das irgendwo gelesen und ihm dann folgendes erzählt und es war seiner aussage nach richtig:
1. ln. iliofemoralis in leberbouillon, diese mit paraffinabdeckung luftdicht verschliessen und inkubieren
2. wenn gasbildung also wölbung der abdeckung weiter verfahren mit der gramfärbung
3. wenn diese pos. noch testen ob aerob oder anaerob
4. wenn anaerob, sind es clostridien

ihm hatten schon die ersten zwei punkte gereicht, mehr wollte er dazu nicht wissen, lediglich, wo denn diese untersuchungsmethode (seiner meinung nach der schnellnachweis) festgelegt wäre. ich dann geraten vo 178/2002, richtig wäre wohl gewesen AVV LMH; allerdings mit einschränkung, da darin auch wohl nich ausführlich erläutert, deshalb, ihr ahnt es schon, wieder anlehnung ans alte recht FlHV
allerletzte frage war dann, warum man den bei clostridiennachweis den TK taugl. klassifiziert (wäre ja ekelerregend). begründung von ihm, ansonsten müsste man ja 10 - 20% der Schweine verwerfen, aber es wäre so, dass der TK aufgrund des anderen phs und des anderen redoxpotentials im vergelich zu den NPdS anders auf diese reagieren würde, deshalb bspw. die leber komplette hin wäre, der TK aber okay (wie genau er das meinte, keine ahnung, hatte dann ehrlich gesagt gedanklich auch schon mit der prüfung abgeschlossen.
SU: Kuh, eitrige-noch irgendwas Mastitis Hinterviertel, geschnollene Lnn. mammarii, dolet: Schlachten ohne Einschränkung, mit Auflagen oder Schlachtverbot
FU: Rd: gelbfärbung BG, Leber geschwollen und abgerundet, alles andere obB Alkohol- und Ätherprobe pos.: alles taugl., TK taugl. + NPdS untaugl., alles untauglich

fazit der prüfung: alles in allem sehr konfus, mal hat er gute laune, dann wird er laut. seine fragenstellung manchmal etwas eigenartig und generell wirklich keine gute atmosphäre. aber hauptsache durch bounce

allen, dies noch vor sich haben, viel erfolg!
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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  Kristin am Mo 30 Nov 2015, 16:48

Hallo,
wir hatten heute beim Lücker und es war nicht toll, aber wir habens alle geschafft.

Wie schon beschrieben zieht man sein Tierkörperteil und dann wollte er erstmal was zur Zerlegung wissen. Ich hatte das Vorderviertel und das ist wohl nicht ordnungsgemäß, da es ja zur FU eigentlich Hälften sein müssten... und noch dazu war es für ein viertel zu weit vorn geteilt (nach der 6. Rippe) und wo es denn richtiger Weise geteilt sein müsste... keine Ahnung...
Dann hat er mir den Vorbericht gegeben, es wäre eine Plankontrolle in einem Verarbeitungsbetrieb und die hätten schon seit einiger Zeit Mängel an den angelieferten Schweinen festgestellt und ich sollte dieses jetzt anschauen und ein Urteil fällen.
Dann hatte ich ewig Zeit um die LK zu suchen und es waren auch alle da außer der sternales cran., der ja unpaar ist und HINTER der ersten Rippe liegt. Dann wollte er wissen neben welchem Muskel der cervicales superficiales ventrales liegt (M. brachiocephalicus, war das glaub ich) und er legt Wert auf korrekte Endungen und vollständige Namen also immer schön Lymphonodus blablabla sagen bounce
Dann hab ich ihm was zum Ausblutungsgrad erzählt, weil das echt noch total rot war und der meinte er ne, weil die Gefäße im interkostalen Bereich nicht dolle gezeichnet wären, fand ich anders aber ok...
Er wollte wissen wofür ich das VV nehmen würde??? Und meinte dann Grillkoteletts und Sülze aus dem Kopf und den Rest zu Brühwurst und Bsp.dazu...
Dann noch wie man PSE bei diesem schon eingetrockneten Viertel feststellen kann, pH im Kotelett nachdem man einen frischen Schnitt gesetzt hat und an der Farbe (gibt wohl ein Fotometer mit dem man das machen kann) und zum Abschluss noch was ich jetzt dem Verarbeitungsbetrieb bzgl. der Veränderung an diesen Tierkörpern sagen würde... k.A. was er da hören wollte.
Zur Theoriefrage hatte ich die Hebebühne mit Pansenrutsche und was daran fehlt. Es fehlt die Messerdesinfektion und was man da jetzt machen könnte... Er wollte hören nur soviele Schweine wie man Messer hat also 1-2, so dass man für jeden Schnitt ein frisches Messer nehmen kann.

Dann hat er jedem noch den schriftl. Bogen in die Hand gedrückt ich hatte 6 Finnen bei 5Monate altem Schaf wie ich das beurteilen würde und wie der Cysticercus heißt in dem Fall ist ovis wohl die richtige Antwort.
Und zur Schlachttieruntersuchung hatte ich Kuh mit Mastitis und 7cm langer alter Verletzung an einer Zitze, übler, jauchiger Geruch.

Insgesamt keine schöne Prüfungsatmosphäre, aber machbar und man darf sich von ihm einfach nicht verunsichern lassen!!!
Viel Erfolg noch!!!

Kristin

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  Hans am Do 03 Dez 2015, 10:04

Jetzt mal etwas zu den dem Lücker so wichtigen, korrekten lateinischen Endungen:

Die Endung im Singular ist stets -is, z.B. Lymphonodus (Ln.) cervicalis superficialis cranialis !

Die Endung im Plural ist stets -es, z.B. Lymphonodi (Lnn.) mesenteriales caudales !

Dies gilt auch in allen anderen medizinischen Bereichen.
Das musste an dieser Stelle mal gesagt werden, weil es einfach nahezu jeder falsch schreibt.

Hans

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Prüfung bei Lücker

Beitrag  Anna P. am Sa 05 Dez 2015, 13:03

Wir hatten Gestern bei Lücker Prüfung:
zuerst war er furchtbar nett, aber als es dann an die Prüfung an sich ging, wurde er seltsam, unangenehm. Aber das wurde ja schon mehrfach berichtet.

Wie immer: Vorderende, Hinterende, Geschlinge, MDT alles Schwein !!!
zusätzliche Fragen: Brüh- und Entborstungsmaschine, Ausbluten und Enthäuten, Kopfkabine und irgendwas verwirrendes zu TU mit Quetschmethode und wo steht das.

Ich hab bei den anderen nicht alles mitbekommen, aber der Konsens aller war, dass er verdammt blöde und vor allem verwirrende Fragen stellt.
Bei meinem Vorderende war ein Abszess im Ln. mandibularis. Er hat mir den Vorbericht von Lungenveränderungen gegeben und das die Lunge bereits verworfen ist. Sollte bei den Lnn. besonders auf die achten, die im Zusammenhang mit Lungenproblemen eine Rolle spielen könnten. Habe dann eine BU "angeordnet", dabei kam wohl gram + anaerobe Stäbchen raus. Was könnte das sein (90% Clostridien und 10% Bacillen)? Er wollte die Schnellmethode zum Clostridiennachweis: Im Reagenzglas mit Leberbouillion und Parafin (erhitzt) wird ein kleines Stück Muskelgewebe getaucht, abkühlen lassen und dann geschaut ob Gasbildung entsteht, d.h. ob sich da was anhebt. Dann kann man sicher sagen das dies Clostridien sind. Er wollte noch wissen warum Leberboullion? Irgendwas mit Redoxpotential war da wohl die Antwort. Tauglichkeit: Tierkörper tauglich, Nebenprodukte untauglich! Warum denn Tierkörper tauglich, wenn in Muskulatur Clostridien gefunden wurden? Ich habe was von Fleischreifung erzählt und das dadurch die Clostridien absterben. Da hat er sich Notizen gemacht, aber ob das stimmt weis ich nicht.
Beim Geschlinge sagt er wie immer zuerst es wäre eine andere Tierart als Schwein. Außerdem wollte er wissen welches Geschlecht das Tier hatte. Laughing Es gab Fragen zum Myokard. Welche Veränderungen dort beim Schwein auftreten können? Es wollte wohl irgendwas parasitäres. Außerdem hat er gefragt wie groß eine L1 von Trichinella ist. Das war aber nur eine Zusatzfrage. Bei der Kopfkabine will er die Namen der Muskeln hören in die man die Finnenschnitte macht.
Beim MDT hab ich so gut wie nix mitbekommen. Nur die Station Entbluten und Enthäuten: Er will wissen was das Gerät an der Wand ist, welches aussieht wie ne Flex. Das ist das runde Enthäutemesser welches glaube ich mit Luftdruck arbeitet. Wozu man die Haken und Ketten braucht?
Hinterende war kombiniert mit Brüh- und Entborstmaschine. Leider hab ich auch da nichts mitbekommen. (zu weit weg)

Zusammengefasst: Prüfungsathmosphäre schrecklich, aber Benotung dann doch ganz in Ordnung.
Lasst euch vom Augenrollen, Seufzer und ständigen weglaufen nicht zu sehr verunsichern. Ist eine machbare Prüfung!!! Smile
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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  Anna P. am Sa 05 Dez 2015, 13:10

ganz vergessen:
schriftlicher Teil war bei uns eine Katastrophe:
Schlachttieruntersuchung:
3 jähriges Schaf. Verschmutzt 3-4. hohe, aber noch physiologische Werte bei Temp., Herzfr., Atmung
Was ordnen Sie an? Schlachtung ohne Einschränkung, Schlachtung mit Einschränkung (hin schreiben warum und welche Vorbehalte), Schlachtverbot.

Fleischuntersuchung:
9 jährige Milchkuh, alles o.b.B. bis auf die Leber. Dort bis 18mm große rötlich bis bläuliche runde veränderungen, multifokal, teilweise eingesunken.
Hier sollten wir eine anatomisch-pathologische Diagnose stellen. ?????? ja ohne weitere Infos!!!!!!
Und dann die tauglichkeit beurteilen. Wir haben alle Tierkörper Tauglich, Nebenprodukte bis auf Leber auch tauglich und Leber untauglich.
bei der Diagnose hatte jeder von uns etwas anderes stehen: von Nekrosen bis Parasiten war alles dabei.

Ob irgendetwas davon stimmt wissen wir nicht.
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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  Daniel am Mi 09 Dez 2015, 09:03

Wir hatten am Montag bei Prof. Lücker.

Praktisch gab es nichts überraschendes: Vorderviertel, Hinterviertel, MDT, Geschlinge; alles Schwein

Beanstandung der Herrichtung: Verschmutzungen, mangelhafte Entborstung, oberflächliche Hautverletzungen durch Rangkämpfe (unterschiedliche Gruppen kommen am Schlachthof zusammen)

Am Vorderviertel wollte er noch gerne die Lnn. cervicales profundus sehen, die hatte ich aber nicht auf dem Schirm.

Theorie: RU Was ist wenn Muskel positiv und Niere negativ ist? Ist nicht möglich, muss ein Fehler im Labor passiert sein. Wusste ich nicht.
Was darf der AFA alles und was nicht.
Nachweis Clostridien und Rotlauf.

SU: Bulle, CLP 3-4, apathische, sonst alles obB
FU: Lymphadenitis simplex Lnn. tracheobronchales craniales, dextri. -> Atmungsorgane (nicht nur Lunge!!!!) untauglich.

Wie oben schon beschrieben, ist Prof. Lücker am Anfang sehr nett und versucht eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Im Laufe der Prüfung fällt die Laune ab und er fängt an aufzustöhnen und wird manchmal im Ton etwas lauter. Bei der Notenvergabe ist er dann wieder ganz ruhig und bewertet sehr fair! Also lasst euch nicht durch den Stimmungsabfall seinerseits verunsichern. Es ist auf jeden Fall machbar!

Viel Erfolg!!

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  JanVet am Do 10 Dez 2015, 21:28

Bei mir wollte Professor Lücker noch wissen welche Parasiten beim Schwein noch auftreten und welche z.B. im großen Netz zu finden sind..

Cysticercus cellulosae

Prüfung war gut, die Benotung auch

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Prüfung Hamedy

Beitrag  RikeE am Di 15 Dez 2015, 17:18

Hallo, heute waren wir vorweihnachtlich erstmal die letzten und hatten Mittags bei Herrn Hamedy.
Wir haben erstmal vor der Treppe auf ihn gewartet, sind dann gemeinsam zur Schlachthalle und haben uns erst drinnen die Stiefel angezogen.

VV/HV/Geschlinge/MDT wurde zugelost. Wir hatten dann massig Zeit um unsere Lnn. zu suchen.

Ich hatte ein VV, das so unglaublich schlecht gesägt war, dass ich nur 2 Lnn. gefunden (Ln. cervicalis superficialis dorsalis und Ln. retropharyngeus lateralis) habe und er mir einen dritten (Ln. retropharyngeus medialis) dann gezeigt hat. Mehr war halt nicht dran, hab ihm aber auch vor meinen Lnn. gleich von der blöden Herrichtung erzählt. Schwein hatte außerdem noch überall Borsten und so Striemen vn Rangkämpfen - kann man ja mal mit erwähnen. Er wollte dann wissen wie ich das Viertel beurteilen würde. Habe gesagt tauglich, was aber vermutlich falsch war.

Theorie in der Halle: Stempel, Hausschlachtung ("die Frage hast du versaut"), habe dann gemeint er kann mich ja gerne noch was anderes fragen und so durfte ich den Schlachtschragen erklären (Was ist das, wofür benutzt man das...)

dann Umziehen und in die Bibliothek

Fragen dort:
Hemmstofftest Muskel positiv, Niere fraglich -> untauglich, keine Ahnung was genau er als Begründung haben wollte...
Schaf, unruhig, kratzt sich überall, an manchen Stellen fehlt das Flies - Schlachtung, Schlachtung mit Einschränkung oder keine Schlachtung
Bei dem Schaf hatten wir jeder was anderes, die korrekte Antwort hat er uns nur genannt, weil es uns alle vier interessiert hat (normalerweise sagt er das wohl nicht:
Schlachtung mit Einschränkungen! Man macht das Band langsamer, legt ne Folie zwischen beim Enthäuten und spült hinterher das Tier ab

Prüfung insgesamt sehr seltsam, Dauer ca. 2 Stunden, aber mit Weihnachtsbonus fand ich die Noten wirklich ok.
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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  Susi am Mi 16 Dez 2015, 09:00

Hallo,
wir hatten gestern mit einer Vierergruppe bei Lücker,
für mich wars die absolut schrecklichste Prüfung ever!
Er war am Anfang sehr nett, hat den Ablauf genau erklärt usw.
Dann haben wir ihn wohl zunehmend angepisst....
Ich hatte Hinterviertel vom Schwein, zuerst ohne Handschuhe und Messer dran, nur ankucken. Hatte dann schon so 3-4 min. Zeit, mir über alle angetrockneten Artefakte Gedanken zu machen. Als er wiederkam, hab ich bei Größe angefangen, meinte es sei wohl ein Kümmerer, müsste man auf ERgebnisse der Organe warten und evtl weitere Untersuchungen machen.. . hat dann noch bisschen rumgefragt, wusste nicht was er will - was fällt ihnen noch auf, wenn das Tier so am Schlachtband hängt? Wollte hören, dass es nicht vollständig ist. Wollte dann mit Hautoberfläche anfangen, Entborstung, Verschmutzung und so, da wurd er aber schon ungeduldig, meinte das geht zu sehr ins Detail und hat dann schon mal ne Blutung am inneren Oberschenkel erwähnt, zu der ich noch gekommen wär. Ging dann.
Hab beim Anschneiden den popliteus nicht gefunden, da hat er mir ziemlich nett geholfen (Jetzt nehmen sie endlich ihren Finger da raus!) Aber dann gesagt, ich müsst noch weiter nach unten Richtung Boden scheiden. Je länger das Ding hängt, desto weiter unten muss man ihn wohl suchen? Der Schnitt war am Ende bestimmt 15 cm lang von der eigentlich beschriebenen Stelle nach unten, war aber zufrieden, dass ich ihn dann hatte und auch ganz angetan vom subiliacus. Den ischiadicus hab ich nicht gefunden, das hat er später aber zum Glück vergessen (entfernt?! der kann gar nicht entfernt sein!). Lief zwischendrin auch mal weg und als ich mich wieder meinem Körper zugewendet hatte, hör ich ihn aus der Entfernung: WAs ist denn jetzt mit den Lnn.? Etwas seltsam.
Richtig in die Hose gings dann, als er wissen wollte was ich denn jetzt weiter tun möchte. Hab gesagt ne BU (hätte mir wahrscheinlich Organbefunde geben lassen sollen, das naheliegendste, also das nciht vergessen, nur weil mans nciht vorliegen hat). Hat mir aber dann von selbst gesagt, es hätte ne alte durchgemachte Pneumonie. Ich meinte, naja nen andren Grund für die Kleinwüchsigkeit würd ich nicht ausschließen und angesichts der Blutungen (hab erzählt von chron. Rotlauf mti Dermatitis, Schweinepest und dass man die LMKI checken sollte) udn der schlechten Ausblutung, die er zuerst mal dementiert hat, ich doch gern ne BU hätte. Hat aber immer weiter gefragt und ist nicht drauf eingegangen, so dass ich mir ncoh Sachen aus den Fingern gesaugt hab wie dass die angetrocknete Muskulatur ja missfarbig wäre, ph udn so, was über Wirbelkörper, war dann schon soweit, dass ich meinte, ok dann machen wir keine BU und verwerfens so, da man ja das Risiko hat den Körper bei neg. BU tauglich zu stempeln und so... hatte keine Ahnung, was er will. Dann meinte er plötzlich, na dann gibt er mir halt ein BU Ergebnis, als hätte ich nie danach gefragt.
Es wurden Clostridien nachgewiesen. Ich hab dann gleich gefragt, wie viele, weil ich der Meinung war da gibts ne 'geringgradige Menge' bis 20KbE/g, aber da hat er total wiedersprochen und wurd richtig pissig: es sei ein rein qualitativer Nachweis, das müsste man wissen. Wie man das machen würde. Ich meinte zuerst Gram Färbung, dann aerob/anaerob (da gabs irgendwo in der VL so ein Fließschema). Ging schimpfend ab, hat ihm wohl nicht gepasst. Hab nen neuen Ansatz probiert als er wieder kam und ihm diese Sache mit flüssiger Nährlösung und Paraffinabdeckung und Gasbildung erklärt, das wollt er hören.
Da er so massiv dementiert hatte, dass es diese Mengengrenze bei Clostridien gibt, war ich bis dahin total verwirrt udn dachte ich hätt mich im Keim geirrt und hab ihm dann auch nur gesagt, also wenns nun geringfügig wäre (Ausbruch seinerseits), dann würd ich den Tierkörper tauglich machen, aber da es das offensichtlich nicht gibt, wüsst ich jetzt nicht weiter. Hat mir dann die Theoriefrage in die Hand gedrückt, aber das können vllt die andren erzählen, ich muss jetzt los!

Zuletzt muss man noch sagen, dass ich noch weniger gelitten habe als die Vierte der Gruppe, die leider immer als letzte drankam wenn ers schon total verloren hatte...
und hinterher bei der Frage nach Kritik kams auch nochmal zu ner seltsamen Szene...
Fazit: Der Typ hat einen an der Klatsche, die ganze Schlachttechnologie hätt ich mir auch sparen können, er will immer noch das Fleishchygieneverordnugn hören udn von den neuen GEsetzen vor allem das, was schlecht ist. Altfragen lernen hätte mich weiter gebracht als googeln und Vorlesung!

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  martina am Mi 16 Dez 2015, 18:12

Fazit der Prüfung: Altfragen lernen!
Eine Frage von ihm konnte ich durch die VL beantworten, zu dem Rest konnte ich dann immer ein paar Stichpunkte bringen, weil ich es in den Altfragen von 2003 aus dem Wölfeforum gelesen habe...
Er ist unglaublich cholerisch, rennt einfach weg, schreit rum, versucht gezielt zu verunsichern (auch wenn man das richtige sagt) oder er hat seinen Hass gegen Studenten, die Welt oder das Universum über Wochen gebündelt um seiner schwarze Seele in unserer Prüfung freien Lauf zu lassen...

Parasiten Gekröse MDT: Cysticercose irgendwas, noch nie gehört... Cysticercus cellulosae ist ne Muskelcysticercose, keine Gekrösecysticercose
Lnn anorectales, was er drainiert - ist ein Körperlymphknoten
Milz - Milzrandinfarkte (ESP), Milzbrand, Milzschwellung durch zulange Elektrobetäubung, Wickelmilz

Ebergeruch, wie weise ich das nach, was ist der Unterschied zwischen Warm-, Kaltansatz (kann damit mässigem von starkem Geruch unterscheiden), welches Gesetz, genauer Wortlaut, früher wurde Androstenon gemessen (Gaschromatographie, Grenzwert wissen!), heute ist es schwammig formuliert, deshalb Probleme mit Import, da andere Länder eine andere Auffassung von mässigem Geruch haben.
"Ebergeruch: Mittels Kochprobe (Mikrowellen-Diathermie, Warm-Kaltansatz) werden Proben aus Muskulatur, Drüsengewebe und Fettgewebe sensorisch beurteilt" sagt für ihn anscheinend nicht aus, dass man sensorisch den Geruch beurteilt, sagt es für ihn nochmal extra dazu...

grüner Pansen, wofür? (Hundefutter), welches Gesetz? (1774 für K1-3 material ist es wohl nicht...)

Trichinen sagen ist verboten, es sind Trichinellen "Es sollte sich mittlerweile rumgesprochen haben, wenn man in meiner Prüfung Trichinen sagt dies schon ausreicht um durchzufallen" Aber durchfallen lässt er dann doch nicht :-)

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  Biberchris am Do 17 Dez 2015, 16:32

Hier auch noch kurz mein Kommentar zur Prüfung:
ich hatte das Geschlinge, war total zerfetzt. Trachea durchgeschnitten hab kaum die Lymphknoten gefunden ihn dann alles erklärt wo sie liegen müssten und auch ein paar angeschnitten. Er wollte von mir alle Pathologischen Diagnosen: mgr diffuse fibröse Perikarditis und ne mgr multifokale interstitielle Pneumonie... hab bisschen rum geraten und noch was zu Lungenabzessen, Granulomen und zur Blutaspiration erzählt.
Leber war o.B. wollte dann wissen was ich mit dem Geschlinge mache... und wie es dann weiter geht. Also restlichen Köperln anschauen wenn o.B. dann Tk tauglich... dann ging es um Trichinellen welche Verordnungen wie läuft der zyklus ab wie stecken sich tier an wie untersucht... was ist neu an der Verordnung (kontrollierte Haltung, 10% nur untersuchen oder nur zuchtsauen und nach 2 Jahren dann keine Untersuchen, Probleme dabei( Export ins Ausland etc.))... Welche Tier können Trichinellen haben. Warum gerade in Polen viele Pferde sich damit anstecken (ich meinte das Pferde sich durch Mäuse im Heu anstecken, aber was nun wirklich der Grund für die Ausbrüche in Polen sind hat er nicht aufgelöst), Dann was steht in der H3 zu Rotz beim Pferd (gefährliches Material immer Schädel spalten und luftleitende Wege begutachten, eisblumenartige Narbenbildung an den Nasenmuscheln) es waren dann noch paar fragen offen die ich nicht wusste die habe ich dann nicht mehr erwähnt und er hat es auch vergessen. Also ja nicht erinnern wenn ihr es nicht wisst...
Ja nachdem ich meine schriftlichen Fragen beantwortet hatte ( Rind CLP 4-5 allgemeinbefinden o.B. was tun, Rind 2 lebende finnen im Masseter und eine verkalkte Finne im Herzen (welche Teile untauglich, oder der ganze), Methode ( mit gradezahlen nennen, ich hatte nur tiefgefrieren)) , hat er mich rausgeschickt und musste ne halbe stunde warten bis meine Kolleginen fertig waren. Also ist eher ein gutes Zeichen früher fertig zu sein...
Prüfung war echt unangenehm, wobei ich noch Glück hatte...

Biberchris

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  Marie M am Mo 18 Jan 2016, 14:37

Hey!! Two face hatte heute sein good face aufgesetzt und wir sind gut davongekommen, aber er ist und bleibt strange...!!! Vorab noch: wenn ihr anruft um nach der Uhrzeit zu fragen, hab ich auch gleich nach dem Prüfer gefragt und prompt ne Antwort bekommen!Wink
Ich hatte MDT mit Vorbericht Verdachtsfall: er wollte natürlich alle Ln, welche Auffälligkeiten sonst, was an der Milz sein kann (abgerundet, Milzrandinfarkte, bla), wann Splenomegalie- und Hepatomegalie, warum die Lnn. anorectales nicht in der H3 stehen (sind Körperlymphknoten), ihr tributäres Gebiet und Name des Lymphozentrums. Dann Ebergeruch: welche Methoden zum Nachweis ( nicht nur die sensorischen Verfahren, sondern auch welches quantitative Verfahren= Gaschromatographie), wie beurteilen ( da gibt's wohl in der H3 nen Passus der die Welt spaltet und Interpretationsspielraum lässt..aha), dann Rodding Stab erklären, wann der Ata kontrollieren kann ob das gemacht wurde ( bei der FU des MDT)

Fälle: Rd, CLP 4-5, sonst oB, was machen
RD, Finne 2 im Masseter und 1 im Herz, außerdem blaurötliche, eingesunkene Herde in Leber, was machen
Dazu gab es keine Auflösung!

Viel Erfolg!!

Marie M

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  Friederike R. am Mo 18 Jan 2016, 15:01

Ergänzung zu Marie:

Ich hatte Hinterviertel, Kümmerer, Muskulatur blass --> PSE-Verdacht --> Frage: WELCHER SCHNITT ist dazu da, um die Muskulatur besser zu beurteilen? Ich keine Ahnung. Ist quasi ein Schnitt, wo man eine dünne Scheibe vom semimembranosus wegschneidet, damit man die Muskulatur auch auf Blutungen beurteilen kann und so.
pH-Wert, welche Stellen, welche Muskeln, Werte. Beim Einstich in den longissimus Dorsi nicht senkrecht (weil im pH-Meter eine Luftblase ist und die muss aufsteigen), sondern leicht gewinkelt.
Warum ist es falsch, dass das Gesetz sagt, ab einem pH1 von 5,6 bzw. 5,8 ist es immer PSE? hängt mit Rasse und so zusammen, kann man nicht immer gleich sagen. Quasi wenn man sieht, dass es PSE ist,aber der pH normal, dann müsste es tauglich sein. Deswegen soll man seiner Meinung nach einfach den pH-Wert ein bisschen später messen, dann ist er auf jeden Fall in dem BEreich. (ok war wirklich sehr komisch).
wie heißt normales Fleisch? RED FIRM NORMAL --> RFN
Hemmstofftest: Fragliches Ergebnis in Muskulatur und fragliches in der Niere --> alles untauglich. Was machen Sie, wenn es ein aggressiver Typ ist und der will das nicht akzeptieren? Fleisch erstmal unter Verschluss und Rückstandsuntersuchung anordnen zum Nachweis von Antibiotika.
Wie weist man diese AB nach? HPLC, was heißt das ausgeschrieben? hab ich vergessen. Was für AB oft beim Mastschwein nachgewiesen? MIr ist Tylosin eingefallen, er wollt ein anderes, das häufiger genommen wird. kein plan.
dann noch: Kümmerer, 3x Lymphadenitis simplex, was machen Sie? KEINE BU, sondern gleich untauglich!
Ihr seht, strange Fragen, aber dann doch einigermaßen faire Bewertung.

Friederike R.

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  annask am Mo 18 Jan 2016, 16:16

Hatte in der gleichen Gruppe Geschlinge.
Zuerst mit der aussage dass es vom schaf sei... hab kurz gesagt dass ich mir die lunge angeschaut hab und dass das nat. vom schwein ist.
Dann alter, geschlecht, identität, NAME...  hab ich gelacht und ihm erklärt das sei Pauli, wahrscheinlich 6 - 9 Monate alt und dann angehängt dass man das natürlich nicht am geschlinge erkennt - war lustig, und sicher ein ganz guter einstieg bei seiner wechselnden laune Wink
Konfus ist sein im kreis drehen, rückwärts-vorwärts- und einfach mal weggehen aber naja, man hat dann immer zeit sich nochmal was schlaueres zu überlegen.
Cave: er legt viel wert drauf dass man thymus erkennt - ist ein dickeres lymphknoten-ähnliches teil über dem Herz, hab ich auch erst beim zweiten drüber nachdenken gecheckt.
Ln wollte er und pathologische Diagnosen für die Veränderungen - bei mir lunge, hab was zusammengereimt aus fokaler mittelgradiger abszedierender Pneumonie oder so. Hab dann auch keine BU angefodert weil Lungenveränderung -> muss ja eh alles mit lunge weg und untauglich (Trachea, Kelkopf..)
Frage warum nur visuell herz anschauen schlecht - Weil man am herz endocardititen beurteilt (mit Erregernachweis rotlauf), blut beurteilung und auch myokarderkrankungen. Und weil meine Leber obb war noch die frage von DD zu Milkspots sowie erklärung was sind milkspots.
Den rest weiß ich nicht mehr... hatte aber kein zusätzliches gerät zum erklären, das entscheidet er willkürlich.
War nicht so schlimm wie ich es erwartet habe aber liegt wohl wirklich bissl an Lust und Laune.
Hat sich bei bei unserer letzten in der Gruppe dann auch irgendwie in komische fragen reingesteigert; man weiß halt nie so genau was von ihm so kommt Very Happy
Am End war er auf jedenfall wieder nett und hat sich noch kurz mit uns über die schlechten Arbeitsbedingungen im SH ausgelassen.

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  KathaC. am Mi 20 Jan 2016, 14:14

Moin! Wir hatten am Dienstag bei Lücker mit guter Laune. Wie schon beschrieben wurde sehr nett der Ablauf erklärt und dann Vorder-, Hinterviertel, MDT und Geschlinge zugeteilt.
Beim Hinterviertel hat er mich gefragt, was ich mache wenn ich den Popliteus nicht finde und bei wie viel Prozent der Schweine es den nicht gibt. Ich suche den popliteus profundus, welches es auch bei 60% der Schweine nicht gibt. Dann fragte er nach den Muskeln um den Ln. --> Bizeps und Semitendinosus. War ein Kümmererviertel, Organbefunde ok, Niere fehlte im Körper. Ich wollte ne BU und dann sind Clostridien raus gekommen. Fragte nach Nachweis mit Paraffin und freute sich, als ich ihm sagte, dass ich den Körper als Kat. III machen würde. Dann gings um die Brüh und Entborstungsmaschine. Wo genau der CCP da ist --> Beim oberflächlichen Keimgehalt auf der Haut. Und wie viele Bakterien bleiben übrig, wenn ich das Schwein mit 10^6 Salmonellen da rein werfe. Laut Lücker noch 10^4, mehr würde die Brühmaschiene nicht killen. Dann gabs noch die Kreutzelfragen und wir waren nach 1,5h raus. Bewertung ok. Viel Erfolg noch!

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Hilfe!

Beitrag  j.w. am Mo 25 Jan 2016, 19:09

Nochmal kurz ne Frage zum Popliteal-LK:
haben den jetzt 60% der Schweine und 40% haben ihn nicht oder ist das umgekehrt, also 40 % haben ihn? Habe leider beide Angaben Wink Danke

j.w.

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  nicola_ am Di 02 Feb 2016, 09:39

Hey! Wir hatten gestern bei Prof. Lücker mit einer echt angenehmen Prüfungsatmosphäre - es ist die ganze Zeit über keine schlechte Laune aufgekommen Smile
Ich hatte Hinterviertel Schwein, er hat geholfen, als ich für den Kniefaltenlymphknoten erst zu oberflächlich gesucht hab, also kein Problem, wenn man nicht alles auf Anhieb findet.
Ich hatte nen Kümmerer und es lief auf ne BU raus, die dann in Milz, Leber und Niere positiv war (Er hat gesagt, das Labor wäre ein ganz einfaches und könne mir nicht sagen was für ein Keim gewachsen ist. Außerdem hat er dauernd betont, dass Lymphknoten und Muskulatur negativ war, was mich dann erst etwas verunsichert hat, aber ich hab mich dann entschlossen zu sagen der gesamte Tierkörper ist untauglich, da es ja generalisiert ist. Glaube es war so richtig, ein richtiges Nicken oder so bekommt man ja aber nicht).
Außerdem hatte das Tier ein ganz grün und blaues Hinterbein, da wollte er dann noch auf den evtl. Tierschutzaspekt raus und dass der ATA da natürlich Maßnahmen ergreifen muss, falls das häufiger vorkommt bei dem Bestand oder Transportunternehmen.
Dann wollte er bei der Herrichtung hören, was unter anderem noch fehlt: Das Flomen. Das Flomen ist nicht nur wie ich immer dachte Fett zwischen Peritoneum und innerer Bauchmuskulatur, sondern das Peritoneum gehört wohl mit dazu, das war an meinem Tierkörper nämlich auch mit weg. Und daraus werden dann auch Wursthüllen gemacht. Aha.
Warum zieht man das Flomen hoch: Blick auf Muskulatur wird frei, wo ja evtl. Cysticercus cellulosae sein könnten, man sieht evtl. in der Bauchhöhle verbliebene Hoden bei Binnenebern. Negativ am hochziehen des Flomens ist, dass ja dann die Muskulatur frei liegt, was nachteilig ist für die Fleischreifung (austrocknen oder so...).

SU: Schaf mit Husten, klin. Untersuchung obB - Schlachten / Schlachten mit Vorsichtsmaßregeln (welche?) / Schlachtverbot
FU: Ebergeruch: Kaltansatz geringe Geruchsabweichung, Heißansatz starke - wie beurteilen? (Tauglich alles / Teile Tauglich / Alles Untauglich / Weiterführende Untersuchungen)

nicola_

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Prüfung mit Nicola

Beitrag  Meike am Mi 03 Feb 2016, 08:00

Ich hatte mit Nico in der Gruppe das Geschlinge. Erstmal wieder Standardanfang: das ist ja wohl das Geschlinge eines Schafes.. als ich zu ner Erklärung angesetzt habe warum es eine Schweinelunge ist wollte er das schon gar nicht hören... War en ziemlich ausgetrocknetes Geschlinge mit verwachsenem Herzbeutel ... an der Lunge und am Herz. Er will nachdem man lange Zeit hat sich das ganze anzuschauen erstmal nach der Reihenfolge. Zeigt auch mal wie man mit ordentlich Schmackes die Lymphknoten anschneidet. Wollte auf visuelle Fleischuntersuchung dann raus und wie man das kompensiert.. hab von kontrollierten Haltungsbedingungen erzählt aber so richtig war das nicht das was er hören wollte... Dann an der Leber über Milkspots und wieviele da denn ok wären und Differentialdiagnose (Mykobakterien) und ob das nun ein amtlicher Fachassistent/Schlachter entscheiden darf oder ob da ein amtlicher Tierarzt schauen muss. Er geht immer wieder weg und kommt aus heiterem Himmel wieder mit "Und?"...
Insgesamt merkt man schon wenn ihn etwas wurmt (schliesst die Augen und atmet einmal tief durch) aber wir sind einfach weiter freundlich geblieben und das macht sicher einiges aus.
Dann die Fragen zum Ankreuzen (hat Nico bestimmt gesagt: Kryptorchider mit Kalt/Warmansatz positiv; hustendes Mastlamm => schlachten oder nicht?)
Also insgesamt ne nette Prüfung.. aber man muss ihn echt an nem guten Tag erwischen...
Viel Erfolg für alle die es noch vor sich haben

LG

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  SH am Mo 08 Feb 2016, 16:58

Ich hatte mit Nico und Meike zusammen und leider verpennt meinen Bericht zu schreiben.
Ein paar Fragen waren mir neu:
Wieso erlaubt die EFSA die Kältebehandlung bei Trichinellen, obwohl man doch weiß, dass es kältetolerante Trichinellen gibt (T. nativa und T. britovi). Das liegt daran, dass ein und diesselbe Trichinelle im Eisbär kältetolerant ist, hingegen im normalen Hausschwein nicht mehr. Die Kapsel der Trichinelle wird sowohl von der Trichinelle als auch von dem Wirt gebildet. Außerdem ist die neue Gefahr bezüglich Trichinellen die Ausbreitung des Maderhundes.
Achja und was mir auch nicht klar war: Wenn man ein Schwein ohne NdS vorliegen hat, man dennoch eine BU nehmen kann. Statt Niere, Milz, Leber und einem dem Fall entsprechenden weiteren Probenmaterial füllt man dann einfach mit Muskel und Lnn auf, sodass letzendlich wieder 6 Proben eingeschickt werden.

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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  toni am So 14 Feb 2016, 15:31

Kann mir jemand sagen, was der Unterschied bzgl. FU Schwein zwischen 218 und 219/2004 ist?
Beide VO´s sind vom gleichen Tag, beide treten am gleichen Tag in Kraft und meiner Meinung nach steht in beiden VO`s genau das gleiche zur neuen FU beim Schwein. Wieso?
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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  VanessaM am Mo 15 Feb 2016, 14:11

Jo, das verstehe ich auch nicht Sad Hat sich der Prof. dazu nochmal irgendwie geäußert in einer Prüfung? pig
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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  toni am Mi 17 Feb 2016, 12:13

Ich nehme das Wichtigste mal vorweg: Wir hatten einen Schafkopf. Lymphknoten finden, Finnenschnitte etc.

Eigentlich sollte Dr. Hamedy uns prüfen, der war aber verhindert, weshalb wir vom Prof. Lücker geprüft wurden. Ich hatte den Eindruck, dass er das ganze schnell hinter sich bringen wollte. Wir wurden kaum Theorie gefragt und auch nichts mit Kram in der Halle erklären oder so. Nach ner halben Stunde war ich fertig und unsere Dreiergruppe war nach ner Stunde dann durch.

Irgendwie hat jemand voreilig den Tierkörper verworfen, weshalb wir ein Geschlinge, MDT und halt den Schafskopf hatten.
Ich hatte das Geschlinge: Erstmal ohne Handschuhe dran, nichts Tierart erkennen, nichts Herrichtung-Vollständigkeit-Zusammengehörigkeit. Alles was er hören wollte war das Wort Verdachtsfall, weil die Lunge komisch aussah.
Dann also mit Messer ran, es war alles verwachsen, Herz, Lunge, Zwerchfell, Leber. Er wollte die ganzen Lymphknoten und zwar zack-zack, hat immer schon den Vornamen (Ln. tracheobronachalis...) gesagt und ich sollte nur noch die Endung anfügen. Bei den Körperlymphknoten wollte er dann die relevanten für Bauch- und Brusthöhle hören und zwar auch wieder zack-zack ohne Nachzudenken, sodass ich mich die ganze Zeit verhaspelt und Blödsinn erzählt hab, weil ich schnell irgendwas sagen wollte aber keine Zeit hatte um drüber nachzudenken... Geschlinge untauglich, BU Clostridien positiv, Clostridientest erklären. Also alle NdS untauglich, beim Tierkörper hab ich tauglich aber K3 vorgeschlagen, wollte er nicht hören, was er hören wollte weiß ich immer noch nicht. Hat mich dann zu Rotz gefragt (was bedeutet denn gegebenenfalls? Wann ist der Fall gegeben?) und mir meine Entscheidungen in die Hand gedrückt - das wars!

LU: Das bereits genannte Schaf mit kahlen Stellen im Vließ etc.
FU: Nieren fehlen, daher BU. BU negativ aber Hemmstoff bei Niere und Muskel zwischen 1 und 2 mm.

Im Nachhinein war die Bewertung ganz ok, für das was ich gesagt habe, aber ich hatte kaum Gelegenheit wissen zu präsentieren.
Auch Jennys Bewertung beim Schafskopf war wirklich ok, zu ihr war er viel netter. Er hatte scheinbar schon Mitleid bzw. Verständnis dafür, dass sie auf das Thema nicht richtig vorbereitet war. Und er hat sogar aus ihrer ,56 eine ,4999 gemacht, damit sie die bessere Note bekommt.
Also Bewertung wirklich nett.
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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  VanessaM am Mi 17 Feb 2016, 13:53

Aber Schafköpfe müsse doch überhaupt nur im Verdachtsfall untersucht werden bzw. wenn sie als Lebensmittel verwendet werden sollen, die müssen ja nichtmal zwangsläufig enthäutet sein und Finnenschnitte sind auch nichtmal im Verdachtsfall vorgeschrieben.....? Was hat sie denn bitte an dem Schafskopf gemacht? Bzw. was wollte er denn dazu gemacht haben und wissen?
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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  toni am Mi 17 Feb 2016, 16:39

Alles muss nur im Verdachtsfall angeschnitten werden und die Prüfung ist ja immer Verdachtsfall.
Wie gesagt, Lymphknoten, Finnenschnitte, mehr weiß ich nicht. Der Kopf war enthäutet
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Re: Prüfungsberichte

Beitrag  Jennifer Eyrich am Mi 17 Feb 2016, 20:17

Hey…
also man muss tatsächlich zu keiner Zeit Finnenschnitte beim Schaf durchführen. Wir sind nur so während des Prüfungsgespräches darauf gekommen und dann sollte ich es ihm demonstrieren.
Haben über SRM, BSE-Test, Lymphknoten beim Wiederkäuer, Unterschied Schaf-Ziegen, Bolzenschussbetäubung (der Bolzenschuss wurde am Hinterkopf durchgeführt), typische Erkrankungen, Zahnaltersbestimmung geredet. Also alles angesprochen, was im Skript zum Thema kleine Wiederkäuer erwähnt wurde. Ab und an Vergleich mit Rind.
Er hat sich scheinbar geärgert, dass der Wiederkäuerkopf als Prüfungspräparat ausgewählt wurde.

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